Die falsche Ruine Rossel

Fast jedem ist das Niederwalddenkmal auf den Weinbergen über Rüdesheim bekannt.
Doch Foto (14)geht man von dort aus ein Stück auf dem Bergrücken entlang, gelangt man zum Jagdschloss Niederwald. Dieses Geschichtsträchtige Lustschloss wurde 1764 erbaut und ist unter anderem Schauplatz des Zusammentreffens der elf westdeutschen Ministerpräsidenten im Jahre 1948. Bei der sogenannten Niederwald-Konferenz wurde das deutsche Grundgesetz auf den Weg gebracht.

Doch möchten wir in diesem Artikel auf einen eher unscheinbaren kleinen Ort im ca. 226h großen Landschaftspark des Jagdschlosses eingehen.
Man sollte meinen am Rhein gibt es genügend Ruinen, die man besichtigen und erkunden kann. Trotzdem ließ Graf Karl Maximilian v. Ostein 1774, an der höchsten Stelle des Niederwaldes die künstliche Ruine Rossel errichten. Und das zu Recht, denn nicht umsonst gilt der Standort der Ruine bereits seit der Zeit der Romantiker als einer der schönsten am Rhein. Steht man an dieser Stelle genießt man eine grandiose Aussicht auf Bingen und die Nahe Mündung. Im Tal sieht man neben dem berühmten Binger Loch auch den sagenumwobenen Mäuseturm, sowie die Ruinen der Burg Ehrenfels.

Zu erreichen ist die Ruine Rossel entweder vom Niederwalddenkmal aus in ca. 20 Gehminuten oder man fährt mit dem Sessellift von Assmanshausen zum Jagdschloss Niederwald und geht von dort aus 10 Minuten.

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