Hildegard von Bingen

Als kleines Kind wird Hildegard von Ihren Eltern im Alter von acht Jahren in die Obhut der Kirche übergeben. Sie steht in der Situation ein Leben zu beginnen, in dem sie zunächst keinen Menschen kennt und traut. Im Kloster Disibodenberg eingesperrt, lernt sie bereits schon viele Dinge über ihren Glauben aber auch über vieles mehr. Unzählige solcher Erfahrungen und Erkenntnisse gewann sie an der Seite ihrer  Lehrmeisterin Jutta.
Nachdem Jutta einige Zeit später verstirbt, wählen Hildegards Mitschülerinnen sie als neue Magistr. Durch diese Art von „Macht“ bewirkte sie viele Veränderungen in ihrer Gemeinde. Unter anderem lockert sie viele grundsätzliche Prinzipien und kürzt beispielsweise Gebete ab. Als nun bekannt wurde, dass Hildegard mit ihrer Gemeinde ein eigenes Kloster gründen und bauen wollte, entfachte sie damit einen bösen Streit und erfuhr  eine massive Ablehnung durch die Benediktiner. In deren Augen verbesserte Hildegard ihre Lage nicht, als sie nun auch noch  begann von Visionen mit Gott oder ähnlichem Übermächtigem zu berichten.
Zwischen 1147 und 1150 und gründete Hildegard trotz aller Widerstände das Kloster Rupertsberg auf dem gleichnamigen Berg am Rhein-Nahe-Eck.
1165 sich ergänzte sie ihr Kloster durch das bis dahin leerstehende Augustinerkloster. Hier konnten auch nicht Adlige eintreten. Diese Erweiterung war insofern günstig, da sich ihr Kloster nun durch immer neue Ordenschwestern stetig vergrößerte.
Im Alter von 82 stirbt Hildegard von Bingen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das ursprüngliche Kloster  auf dem Rupertsberg komplett zerstört. Jedoch lebt das Kloster durch aus dieser Zeit erhaltene Urkunden und Akten weiter. Diese befinden sich in dem Landeshauptarchiv Koblenz und werden nach und nach online und so der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. In Bingen gibt es ein Museum, das ganz dem Leben der Hildegard von Bingen geweiht ist und einmalige Einblicke verschafft.
Außerdem entstand über die Jahre eine neue Benediktinerabtei. Dessen Klosterweingut und Klosterladen begeistern weiterhin viele hunderte Gäste aus aller Welt.
Das Kloster bzw. ihre Kirche versprechen nicht nur eine eindrucksvolle historische Darstellung des Lebens der Hildegard von Bingen, sondern auch ruhige Momente, um bei deren Betrachtung vielleicht seinem eigenen Glauben etwas wieder etwas näher zu kommen.

Weitere Informationen zum Leben und Werk der Hildegard von Bingen finden Sie unter: http://www.abtei-st-hildegard.de/

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